Ausgedehnte Moore, alte Wälder aus Kiefern, Eichen und Buchen. Strukturreiche Kulturlandschaften mit Hecken, Brachen und Einzelbäumen. Die dünnbesiedelte Müritzregion besitzt eine außerordentlich hohe landschaftliche Vielfalt und eine artenreiche Fauna und Flora.
Anfang April sind bereits viele Vogelarten aus ihren Winterquartieren zurückgekommen. So der Fischadler, der sehr auffällig auf Hochspannungsmasten nistet oder die Rohrdommel, die jetzt weithin zu hören ist. Zahlreiche Kraniche brüten schon, während andere noch zu Hunderten in Junggesellentrupps auf den nahegelegenen Wiesen stehen. Viele hochnordische Arten wie Zwergsäger, Raubwürger, Kornweihe und Singschwäne verbleiben noch in der Region und präsentieren sich auf kurzen Distanzen. Die Balz des Raufußkauzes findet zu dieser Jahreszeit ihren Höhepunkt.
Unser typisch mecklenburgisches Gutshaus ist als Ausgangspunkt für Exkursionen bestens geeignet. Unmittelbar am Müritz-Nationalpark gelegen, verbindet es Naturnähe mit exklusivem Wohnen in mondäner Atmosphäre.
1. Tag:
Anreise und Abendexkursion
Nachdem Sie ihre sehr großzügigen Zimmer im Gutshaus Federow bezogen haben, treffen wir uns zu einer ersten Tour durch den nahegelegenen Park. Außerdem besichtigen wir die Nationalparkinformation, wo Livebilder aus einem nahegelegenen Fischadlerhorst übertragen werden.
Nach dem Abendbrot starten wir zu einer Eulenexkursion. Besonders Rauhfußkauz, Waldohreule und Waldkauz stehen auf dem Programm. Auch am Schnepfenstrich können wir uns erfreuen.
2. Tag:
Wasservögel und Wacholderheide
Unsere sehr frühe Exkursion führt uns zunächst über aufgelassene, fast steppenartige Ackerbrachen, wo wir Grauammern, Heidelerchen und Berghänlinge beobachten können.
Am späten Vormittag erreichen wir den „Alten Müritzhof”, den Geburtsort des Naturschutzes in Ostdeutschland. Auf den extensiv bewirtschafteten Fechtwiesen hoffen wir auf balzende Bekassinen, Schwarzkehlchen und Seeadler, die ständig die Uferlinie der Müritz auf der Suche nach Beute abfliegen.
Der Warnker See ist als Schlafgewässer zahlreicher Tauchenten bekannt, die auf der nahegelegenen Müritz nach Nahrung suchen. Unter den zahlreichen Reiher- und Tafelenten, halten sich vielfach auch Berg-, Spieß- und Kolbenenten auf.
3. Tag:
Östlich des “Kleinen Meeres”
Das Sumpfgebiet am Ostufer der Müritz gehört zweifelsohne zu den bedeutendsten Naturräumen im Müritz-Nationalpark. Hier brüten Seeadler und Kraniche in einer sehr hohen Populationsdichte. Auch die Rohrdommel ist hier vertreten.
An der Müritz, dem größten Binnensee Deutschlands, halten sich Zwerg- und Singschwäne auf. Am Nachmittag besuchen wir ein naturbelassenen Gutspark in Nationalparkdorf Speck. In den alten Bäumen befinden sich unzählige Höhlen, in denen auch die Schellente brütet. Außerdem sind im Park bis vier Spechtarten und die Hohltaube vertreten.
4. Tag:
Taucherparadies Stuer
Das Stuersche Seebecken ist nach Umsetzung eines ehrgeizigen Renaturierungsprojektes der Beobachtungsort um Taucher, Enten und Gänse zu beobachten. Vielfach treffen zu dieser Jahreszeit Brut- und Zugvögel zusammen. Löffel-, Tafel-, Schnatter- und Knäckente brüten hier, während Pfeif- und Spießenten das nahrungsreiche Gebiet ebenso nutzen, wie nordische Gänse, sowie Zwerg- und Gänsesäger. Zu den interessantesten Brutvögeln, die Ende März zurückkehren, gehört der Rothalstaucher
Am Nachmittag werden wir den Großen Schwerin, eine weit in die Müritz hineinragende Halbinsel kennen lernen. Durch ihre exponierte Lage wird sie von zahlreichen rastenden Limikolen aufgesucht. So halten sich hier Alpenstrandläufer, Kiebitze und hunderte Goldregenpfeifer auf. Mit Rainer Schwarz führt uns ein langjähriger Betreuer des, für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Naturschutzgebietes.
5. Tag:
Kanutour zu den Adlern und Eisvögeln der “Alten Fahrt”
Eine Kanutour auf den ungestörten Gewässern des Nationalparks ist auch zu dieser Jahreszeit ein unbedingtes Muss. Mit unseren bequemen Mannschaftskanadiern fahren wir durch die „Alte Fahrt” – ein besonders urwüchsiger Ausschnitt der Mecklenburgischen Seenplatte.
Neben Eisvögeln und ersten Rohrsängern, ist auch mit Bartmeisen zu rechnen. Unterwegs machen wir Zwischenstation an den Boeker Fischteichen, wo wir erneut Möglichkeiten für die Beobachtung von Limikolen und verschiedenen Greifvogelarten haben.
Als Abschluss unternehmen wir eine Fahrt mit dem Schiff über die Müritz. Auf dem riesigen See (slawisch „Kleines Meer”) ist oft mit Meeresenten, Großmöwen und nordischen Tauchern zu rechnen, Vögel die sich sonst eher an den Küsten aufhalten.
7. Tag:
Frühexkursion und Abreise
Am Abreisetag unternehmen wir noch mal eine gemeinsame Frühexkursion. Nach dem gemeinsamen Frühstück erfolgt die Heimreise in eigener Regie.
Leistungen
- Fachliche u. organisat. Begleitung durch einen ortskundigen Vegetationskundler bzw. Ornithologen
- 6 Übernachtungen im DZ in einem Mittelklassehotel (Gutshaus)
- Frühstück und Halbpension
- Fahrt mit dem Nationalparkbus
- Im Programm genannte weitere Busfahrten
- Extraführung in die Wacholderheide am Ostufer der Müritz und in das Naturschutzgebiet „Großer Schwerin“
- Kanumiete
- Fahrradmiete
- Reisepreissicherungsschein
Zeiten
2. bis 7. April 2010
Preise
695,-€/Person im Doppelzimmer
785,-€/Person im Einzelzimmer